Sehenswürdigkeiten in Mainz 
Sehenswürdigkeiten in Mainz

Sehenswürdigkeiten in Mainz


Gutenberg-Museum

Das Mainzer Gutenberg-Museum im Stadtzentrum gegenüber des Doms gehört zu den weltweit renommierten und bekannten Spezialmuseen zum Thema Schrift und Druckkunst. Es entstand im Jahr 1900 auf Initiative von Mainzer Bürgern. Diese Hommage an den Begründer des Buchdrucks ist auch im Zeitalter der Neuen Medien nach wie vor eine Institution. Besucher können etwa über die wertvollen 42-zeiligen Bibeldrucke staunen. Außerdem wurde eine Druckerstube mit einer funktionstüchtigen Presse rekonstruiert. Besucher können sich über den Beruf und die Arbeit des Buchdruckens anno 1450 live ein Bild machen. Sehenswert sind weiterhin die mittelalterlichen Handschriften, historische Drucke, Druckpressen und Setzmaschinen aus verschiedenen Epochen. Ein großer Teil des Museums ist natürlich auch Johannes Gutenberg gewidmet. Exponate vermitteln Interessantes zu seinem Leben und Wirken. Inzwischen verfügt das Museum auch über eine Abteilung, die sich mit der Historie der Zeitung beschäftigt. Hier gibt es für die Besucher spannende Themen wie Nachrichtenwesen, Entstehung einer Zeitung, Journalismus, Zensur und Pressefreiheit zu entdecken. Wechselnde Sonderausstellungen, die museumspädagogische Druckwerkstatt und zahlreiche Veranstaltungen wie spezielle Führungen und Workshops lohnen einen Besuch und runden das Museumsangebot ab. Das Museum befindet sich heute im alten Haus zum Römischen Kaiser und einem Neubau. Im Jahr 2000 wurde das Gebäude modernisiert und mit einer Brücke aus Stahl und Glas mit dem 60er-Jahre-Neubau verbunden. Der Renaissance-Bau war ein reiches Bürgerhaus und stammt aus dem 17. Jahrhundert.


Zitadelle

Schon die Römer nutzen die strategisch günstige Lage der Anhöhe, auf der noch heute die Zitadelle auf dem Jakobsberg steht. Der Kurfürst Johann Schweickhardt ließ 1620 das Kloster auf dem Jakobsberg zu einer Festung ausbauen. Bereits 1631 wurde Mainz von den Schweden belagert. Die heutige Zitadelle weist einen regelmäßigen Grundriss und vier Bastionen mit den Namen Alarm, Tacitus, Drusus und Germanikus auf. Kurfürst Johann Philipp von Schönborn ließ die Zitadelle ab 1655 erweitern. Bald fehlten der Stadt jedoch der Stadt die Mittel, um die Wehranlage mit einer schlagkräftigen Besatzung halten zu können. So nahmen auch bald im Pfälzischen Erbfolgekrieg französische Truppen die Stadt ein. Ein neuer Umbau folgte im 18. Jahrhundert, unter anderem entstand ein barocker Garten. Bei der Wiedereroberung durch deutsche Truppen wurde die Klosteranlage beziehungsweise Festungsanlag mit der Klosterkirche und den Wirtschaftsgebäuden zerstört. Der vollständige Abriss im Jahr 1912 beendete die traditionsreiche Klostergeschichte. Mainz war ab 1816 Bundesfestung, in der Truppen aus dem ganzen Land untergebracht wurden. In den beiden Weltkriegen im 20. Jahrhundert besetzten wiederum französische Truppen das Gelände. In der Nachkriegszeit bewohnten Bauämter in die Gebäude ein. Heute ist die Zitadelle ein Touristenmagnet, denn das Stadthistorische Museum bietet eine interessante Ausstellung zur Sozial- und Kulturgeschichte der Stadt. Spannende Führungen durch die Gänge und spannende Einsichten in die bewegte Stadthistorie sind dabei garantiert. Daneben sind auch einige städtische Ämter im weitläufigen und inzwischen aufwendig sanierten Gebäudetrakt untergebracht. Zudem leben hier zahlreiche seltene Pflanzen- und Tierarten, die zum Teil auf der Roten Liste stehen.


Eisenturn

Die Wurzeln von Mainz reichen weit zurück, und bereits in spätrömischer Zeit verfügte die Stadt über eine Befestigung. Schon damals wurde sie durch Mauern, Türme und Stadttore geschützt und abgeriegelt. Auch nach dem Abzug der Römer wurden kontinuierlich Aus- und Verbesserungen an der Befestigung vorgenommen. Dies wurde abrupt unterbrochen, als Mainzer Bürger den Erzbischof im Jahr 1160 erschlugen. Daraufhin verhängte Kaiser Friedrich I. die Reichsacht über die Stadt, und Stadtmauer und Stadttürme wurden geschleift. Da Mainz jedoch eine wichtige Position im Kampf der Staufer gegen die Welfen um die Vorherrschaft in Deutschland innehatte, durfte es 1190/1200 die Stadtbefestigung wieder aufbauen. In dieser Phase wurde auch der Eisenturm errichtet, etwa 1240, und zwar als einer von 34 Tor- und Wachtürmen. Heute sind davon insgesamt noch 3 erhalten. In der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts erfolgte beim Eisenturm der Bau des spätromanischen Torgeschosses mit dem Rundbogenportal, in der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde der Turm auf sechs Geschosse erweitert, wodurch er natürlich an Höhe gewann. Ende des 16. Jahrhunderts büßte der Eisenturm seine Funktion als Torturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung ein und wurde mit Häusern umbaut. Seinen Namen verdankt der Eisenturm dem früheren Eisenmarkt, der immer am Rheinufer stattfand. Im Jahr 1900 schließlich sollte er ganz abgerissen werden, was jedoch vom Mainzer Altertumsverein verhindert werden konnte. Im 2. Weltkrieg wurde die Innenstadt von Mainz stark zerstört, der Turm brannte völlig aus. Im Jahr 1958 wurde der Eisenturm wieder aufgebaut und erhielt ein neues, schiefergedecktes Walmdach. In diesem Zusammenhang wurden auch links und rechts davon Rekonstruktionen der ehemaligen Anbauten und auch ein Stück der Stadtmauer angebaut. Nach dem Übergang des Turms in das Eigentum der Stadt 1905 wurde er zum Domizil für Maler-Ateliers.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Mainz

Bundesland:
Rheinland-Pfalz

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
164 m ü. NN

Fläche:
97,76 km²

Einwohner:
197.778

Autokennzeichen:
MZ

Vorwahl:
0613106136

Gemeinde-
schlüssel:

07 3 15 000



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